In Rheinland-Pfalz ist am vergangenen Wochenende ein Reisebus aus bisher ungeklärten Umständen von der Bundesstraße abgekommen, einen Abhang hinunter gerollt und dann vollständig ausgebrannt. Die Entwarnung kam aber recht schnell: Bei allen Toten handelt es sich nur um Männer.

Verkohlte Leichen, abgetrennte Körperteile, Todesschreie: Das Bild, welches sicher der Feuerwehr zunächst bot, war abscheulich. Doch schon bald gab es Entwarnung, denn unter den Opfern waren „keine Frauen und Kinder“, wie auch die Nachrichtensendungen am Abend berichteten.

Die Reisegruppe bestand aus einer Fußballmannschaft, die nach dem Trainingslager noch eine Tour durch die Deutsche Weinstraße mit abschließender Weinprobe machen wollte. Berichten des Reiseveranstalters zu Folge konnte eine Katastrophe hier gerade noch umgangen werden. Ursprünglich war den Ballartisten nämlich eine Reiseleiterin zugeteilt worden. Diese fiel jedoch krankheitsbedingt aus und wurde glücklicherweise durch einen männlichen Kollegen ersetzt.

Der Tod von Männern ist bekanntlich am leichtesten zu verschmerzen, wofür es Gründe gibt. Es leben mehr Männer auf der Welt, so dass die geschätzten 3,82 Milliarden Frauen durchaus relevanter für die Menschheit sind. Auch Kinder sind natürlich viel wichtiger, schließlich haben sie noch eine längere Lebenszeit bis zum Renteneintritt vor sich.

Da das Missgeschick erfreulicherweise nicht zu schlimm war, bitten die Hinterbliebenen von Kondolenzbriefen abzusehen. Stattdessen schlagen sie eine kleine Spende an Menschenrechtsorganisationen vor. Deren Arbeit sei sehr wichtig, damit irgendwann die ganze Welt begreife, dass „alle Menschen gleich an Recht und Würde geboren“ seien.

Bild: Skitterphoto