In Facebook wurde neulich ein Artikel über die Sinnhaftigkeit von Singlebörsen geteilt. Ein Benutzer kommentierte das mit den Worten: „Wenn Singlebörsen funktionierten, gäbe es sie nicht.“

Natürlich funktionieren Singlebörsen. Heerscharen von frustrierten, notgeilen, langweiligen Kerlen, die nicht mal mehr Lust haben sich selbst anzufassen, welche mit langweiligen Profilen und im doppelten Sinne unscharfen Bildern versuchen an Frauen zu geraten, die gut aussehen und geistreich sind. Ein einzigartiges Erfolgskonzept.

Deswegen hat das Internetdating ja auch die Partnersuche revolutioniert. Vorbei die Zeiten an denen man mit einem Mindestmaß an Körperhygiene, Modebewusstsein, Charisma und Humor aufwarten musste, um mit Frauen ins Gespräch zu kommen. Die Anonymität des World Wide Web macht das alles völlig überflüssig.

Nur ein Problem gibt es selbstverständlich doch. Weil sich ja jetzt so viele Paare finden, gibt es immer weniger Singles. Und Beziehungen halten ja heute ewig. Fremdgehen, sich auseinander leben oder frühzeitige Todesfälle gehören längst vergangenen Zeiten an. So wird es natürlich immer schwerer, an ungebundene Frauen zu gelangen.

Es wäre nicht auszudenken, wenn dieser Trend die Partnersuche ein zweites Mal revolutionieren würde. Dann müsste man(n) ja am Ende doch wieder anziehend werden und sich in den Singlebörsen gut präsentieren, um sich für das andere Geschlecht interessant zu machen. Es ist davon auszugehen, dass es Singlebörsen dann nicht mehr gäbe.

Bild: cuncon