Ein Satire Blog von Daniel Trumino

Die rhetorische Antwort

Sie ist das beliebteste Stilmittel aller narzisstischen Schwatzbasen: Die rhetorische Frage. Die Frage, wieso das der Fall ist, kann eigentlich auch gleich als rhetorische Frage angesehen werden, schließlich liegt die Antwort auf der Hand. Eine rhetorische Frage muss nicht beantwortet werden, was vielfach als Rechtfertigung zum Dauerschwadronieren missverstanden wird.

Doch damit ist nun Schluss. Danielsstachel präsentiert: Die rhetorische Antwort. Für den Fall, dass Sie künftig trotz der Hürde einer rhetorischen Frage einen Redeschwall unterbrechen, Besserwisserei offenlegen, unerwünschtes aber notwendiges Feedback geben oder einen unangebrachten Gesprächswechsel verhindern müssen, sei Ihnen hiermit eine passende Waffe gegeben.

Die rhetorische Antwort erlaubt es Ihnen, den Dummschwätzer zu unterbrechen und ihm seine rhetorische Frage ganz tiefenentspannt zu beantworten. Wie das geht, soll das folgende einfache Beispiel illustrieren:

 

Frage: Baby, hab ich es Dir nicht wieder mal in meiner gewohnten Art gut besorgt?

Antwort: Die Frage ist schwer zu beantworten. Sicher hast Du es mir in Deiner gewohnten Art besorgt, aber gut würde ich es trotzdem nicht nennen.

 

Wenn Sie also das nächste Mal mit dem Satz „Das war doch eine rhetorische Frage“ bei einer Antwort unterbrochen werden, dann sagen Sie „Ich weiß, und jetzt folgt eine rhetorische Antwort“ und verweisen Sie bitte auf diesen Artikel.

Bild: geralt

6 Kommentare

  1. DrEiermann

    Also ich habe ganz ehrlich noch nie in meinem beschissenem Leben einen noch so viel beschisseneren Artikel im Internetz gelesen und bereue jede mit dem Lesen eben dieses Artikels verschwendete Sekunde meines doch so beschissenen Lebens, sodass ich mir trotz alledem die Zeit nehme diesen beschissenen Kommentar zu diesem jeden Scheiß übertreffenden Artikel zu schreiben.
    MfG DREiermann
    PS: Schreibt bitte mehr, damit mein so beschissenes Leben neben ihren Artikeln nicht ganz so beschissen wirkt und ich einen weiteren kleinen Erguss der Überlegenheit genießen darf.

    • Der Macher

      Aber gerne doch 😉

    • Mac

      Da kann ich nur voll und ganz Zustimmen! Richtiger Kack dieser Artikel, ich hoffe eine Begründung wird nicht erwartet, die Antwort liegt schließlich auf der Hand…

      • Der Macher

        Selbstverständlich nicht.

  2. Mon-Agnose

    “Ist nicht einleuchtend, dass auf die rhetorische Frage eine rhetorische Antwort folgen muss?” – “Objektiv gesehen, fällt eine ebensolche Rückfrage ganz zuletzt schon mal weg. Nein, ganz im Gegenteil denke ich, darauf sollte eine rhetorische Antwort folgen. Dies erst würde unmessbar aufzeigen, dass sich ein Monolog nur zu Zweit führen lässt. Wer sich das auch davor schon ernsthaft überlegt, hat sich dann redlich verdient, so gefragt zu werden.. entweder-und!”
    (Trump beispielsweise hat es in einem der letzten Interviews falsch gemacht: Reporter “Bereuen sie, so oft gelogen zu haben?” – Trump “Wer lügt?”)

    • Der Macher

      Trump hat was falsch gemacht? Kann ich jetzt nicht so stehen lassen.

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