Heute ereignete sich in Osnabrück ein äußerst bedauerlicher Vorfall. Der 44 jährige Holger Z. wurde von Mitarbeitern einer psychiatrischen Einrichtung am helllichten Tage in Zwangsjacke abgeführt. Um den Mann in die Zwangsjacke zu bekommen, musste vorher zu einer Beruhigungsspritze gegriffen werden, da sich der arme Irre mit Faustschlägen und Bissen zur Wehr setze.

Angefangen hatte alles mit einer einfachen Meldung. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte Teekanne ermahnt, künftig nicht mehr die irreführende Aufschrift „nur natürliche Zutaten“ zu verwenden, wenn die abgebildeten Zutaten gar nicht in der Ware enthalten seien. Ein paar Stunden später war nach einer umfassenden Recherche für Holger Z. klar: Was auf Lebensmitteln illustriert ist, hat ziemlich oft gar nichts mit dem wahren Inhalt der Verpackung zu tun.

Sofort zitierte der jetzige Patient einen Lobbyisten der Lebensmittelindustrie zu sich, um diesen zur Rede zu stellen. Konfrontiert mit den Anschuldigungen zeigte sich dieser sehr überrascht: „Ich konnte es erst gar nicht glauben, dass dieser Irre annimmt, es wäre wirklich alles das in den Produkten enthalten, was auf der Packung zu sehen ist. Wer das glaubt ist doch nicht mehr zurechnungsfähig. Deswegen habe ich auch die Kopfdoktoren geholt.“

Eine erste Reaktion zu diesem traurigen Vorfall erreichte uns von einer Verbraucherschutzzentrale. Diese muss den für den Nikolaustag geplanten Start einer Aufklärungskampagne ins neue Jahr verschieben. Aus bisher ungeklärten Gründen kommt es seit heute Nachmittag zu Engpässen bei der Lieferung von Zwangsjacken, so dass die Kampagne nicht wie geplant starten kann.