Bis vor Kurzem sagt der Volksmund noch Armes Schwein, doch schon bald könnte es Armer Bauer heißen. Oder genauer: Armer Bio-Bauer. Das ist zumindest zu befürchten, wenn die EU ihre fiesen Pläne umsetzen will.

Es geht um die sogenannten Sondergrenzwerte. Diese sollen regeln, dass Bio Bauern künftig gewisse Grenzwerte an Pestiziden und anderen Schadstoffen unterschreiten müssen. Und das auch dann, wenn der benachbarte Bauer kein Bio-Bauer ist.

„Das ist eine Frechheit“, wettert Bio-Bauer Holger Z., „damit können wir die Schädlinge ja gar nicht mehr wirkungsvoll bekämpfen. Wir selber dürfen keine Pestizide verwenden und profitieren doch von den herkömmlichen Landwirten nebenan. Deren Pestizide reichen meistens auch noch für uns.“

Der Landwirt ist sich auch sicher, dass seine Produkte viel teurer werden, sollte das neue Gesetz verabschiedet werden. „Damit würden wir riskieren, dass Bio-Ware nur noch für Besserverdiener erschwinglich sein wird“ befürchtet Holger Z.

Es ist also klar erkennbar, dass die EU-Pläne sondergrenzwertig sind.