Kevin De Bruyne verlässt den VfL Wolfsburg und schließt sich dem englischen Spitzenklub Manchester City an. Die Ablösesumme soll angeblich über 75 Millionen Euro liegen.

Möglich werden solche Transfers durch den neuen TV Vertrag der englischen Premier League. Dank diesem Vertrag erhält selbst der Tabellenletzte in England mehr Fernsehgelder als der Tabellenerste der deutschen Bundesliga.

Und genau das scheint die Wolfsburger zu stören, wenn man einem nicht existierenden Insider glauben darf. Anscheinend macht das Wort Wettbewerbsverzerrung die Runde. Schließlich könne es nicht angehen, dass Vereine aus einem Land über sehr viel mehr Geld verfügen als alle anderen. Damit gäbe es für kleinere Vereine wie Wolfsburg ja kaum noch eine Chance mit den großen Vereinen mitzuhalten.

Anscheinend sieht man in der VW Stadt die Gefahr zu einem Ausbildungsverein degradiert zu werden. Man bemühe sich intensiv um junge Talente, wie eben den Belgier Kevin De Bruyne, und bilde diese aus. Sobald diese dann eine gute Saison spielen, würden diese einfach von finanzkräftigeren Vereinen aufgekauft. Ein kontrolliertes Wachstum würde somit verhindert werden.

Deswegen fordert man in Wolfsburg nun ein Financial Fair Play für TV-Verträge. Die UEFA solle hier doch gefälligst einschreiten, um den Fortbestand des europäischen Fußballs und insbesondere der Traditionsvereine zu stärken und den freien Wettbewerb im Fußball zu erhalten.

Völlig überraschend hat die UEFA auch sofort reagiert. Ab der Saison 2019/2020 dürfen Mannschaften, die in der vergangenen Saison aus der englischen Premier League abgestiegen sind, nicht mehr als 75 Millionen Euro in einer Transferperiode ausgeben.