„Ich bin froh, dass wir nun endlich Klarheit haben und ich weiter für Borussia Dortmund Fußball spielen darf“ wird Ilkay Gündogan auf der Homepage von Borussia Dortmund zitiert.

Aha. Was genau macht den Spieler denn froh? Ist der Spieler froh, dass sich der Verein auf eine Verlängerung des Vertrages um 1 Jahr eingelassen hat, obwohl damit ein Problem nur aufgeschoben statt aufgehoben wird? Dass er evtl. ein Jahr länger Zeit hat den Beweis anzutreten, dass er seinen mutmaßlich horrenden Gehaltsforderungen doch gerecht wird? Dass die Vertragsverlängerung evtl. eine Gehaltserhöhung beinhaltet?

Naja, egal. Hauptsache der Spieler ist froh. Da freuen wir uns alle mit. Ganz bestimmt auch die Dortmunder Fans. Sicherlich werden diese es ihm nicht übel nehmen, dass der Spieler vor zwei Monaten angekündigt hat, den Verein spätestens in einem Jahr zu verlassen. Sicherlich werden die BVB-Fans es dem Spieler nicht übelnehmen, dass Fans anderer Vereine ihnen das Vereinsmotto Echt Liebe erst recht höhnisch unter die Nase reiben, ähnlich wie bei tatsächlich erfolgten Wechseln talentierter Spieler in der nahen Vergangenheit.

Ahja, und was ist denn überhaupt klar? Dass der Spieler in einem Jahr den Verein für eine Ablösesumme verlässt, wenn er ohne Verletzung oder Formtief durch die Saison kommt? Oder geht er schon im Winter, wenn die Transfersperre des FC Barcelona abgelaufen ist? Oder verlängert er in einem Jahr seinen Vertrag um ein weiteres Jahr? Zumindest ist klar, dass die Hängepartie ihre Fortsetzung findet und der Spieler weiterhin alle Möglichkeiten hat. Oder zu haben glaubt.

Offen gestanden ist zumindest mir nichts klar. Aber ich bin froh, dass der Spieler mit seiner Aussage die Satire zur Vertragsverlängerung irgendwie gleich mitgeliefert hat. Ich bin froh, Ilkay auch, und er hat dazu auch noch Klarheit. Eigentlich nicht schlecht, oder?