Eine der schönsten Legenden der schwäbischen Kultur dreht sich um die Maultaschen. Sie spielt zu einer beliebigen Fastenzeit im Kloster Maulbronn. Fleisch essen war verboten, aber die Lust aufs Schlemmen war bei den Mönchen trotzdem vorhanden. Da kamen die Geistlichen auf eine Idee: Das Fleisch wurde in einer Teigrolle versteckt, auf dass es der Schöpfer nicht sehe. Geboren war damit auch gleich der Name der neuen Köstlichkeit: Herrgottsbscheisserle.

Die Muslime haben im Moment ihren Fastenmonat und müssen tagsüber auf Essen und Trinken jeglicher Art verzichten. Eine echte Herausforderung ist das allemal, und bei diesen Temperaturen sogar gefährlich. Also kam ein traditionsbewusster Schwabe auf die Idee eines Bscheisserles für die Muslime.

Man fülle einfach etwas Wasser in eine undurchsichtige Flasche und wickle noch ein Tuch um diese, und Voila: Das Wasser kann getrunken werden. Die Muslime lehnen das neue Bscheisserle aber ab „Bestimmt hat sich der Trick in der Zwischenzeit im Himmel rumgesprochen, das ist uns zu unsicher!“