Sinkende Einnahmen aus der Bevölkerung sind für die christlichen Kirchen schon seit längerer Zeit eine Bedrohung. Neuerdings muss sich auch die GEZ mit diesem Problem auseinandersetzen, diversen Maßnahmen (z.B. Umfirmierung) zu trotz. Um die Kirchenbeiträge kommen die Menschen durch einen Austritt schon seit längerem recht einfach vorbei. Zudem macht der GEZ-Trick aktuell die Runde, mit dem sich viele Menschen um die Entrichtung des Beitrags drücken wollen.

Das Ganze scheint den führenden Politikern in Berlin ein Dorn im Auge zu sein. Geplant ist angeblich ein Zwangsbeitrag, der die Leistungen für Kirche und GEZ gebündelt einziehen soll, und das direkt von den Arbeitgebern oder durch die Arbeitsagenturen. Austritte und Tricks seien damit nicht mehr möglich, so die Theorie. Bei Spöttern macht schon der Begriff Berieselungsbeitrag die Runde, schließlich würde man ja auf jeden Fall mit seichten Wörtern berieselt werden, ob man jetzt vor dem TV sitzen oder in die Kirche gehen würde. Eine Haltung, die danielsstachel nicht teilt.

Fraglich ist derzeit aber, von wem die Initiative kommt. Öffentlich dazu bekannt hat sich niemand. Beinahe renommierte Experten gehen aber davon aus, dass die CDU hinter dem Vorstoß steckt. Schließlich würden sich dadurch mehrere Probleme erledigen. Die Gefahr, dass die Menschen nach den christlichen Kirchen auch andere christliche Ansichten hinterfragen, würde somit kleiner werden. Dies wäre wohl von Vorteil, wenn man z.B. weiter an seiner Haltung zur Homo-Ehe festhalten möchte.

Auch kann es nicht im Interesse der Partei sein, dass die Menschen sich nicht durch das Fernsehprogramm berieseln lassen. Zu groß ist die Gefahr, dass die Bürger anfangen sich zu bilden und eigene Meinungen zu entwickeln. Evtl. würden die Menschen dann auch andere Parteien wählen, so die Horrorvorstellung der Initiatoren des Zwangsbeitrags.

Kritik kommt unbestätigten Gerüchten zu Folge aber ausgerechnet vom Unionspartner CSU. Deren Ansicht nach würde ein solcher Zwangsbeitrag nur dann Sinn machen, wenn die neue PKW-Maut auf diesen angerechnet werden kann.