„Es ist schon eine Frechheit, dass wir uns mit einem so abgedroschenen Klischee auseinandersetzen müssen. Wir bieten unseren Kunden nur Speisen an, die diesem Kulturkreis zugemutet werden können“ äußert sich der Inhaber des bekannten chinesischen Restaurants Mandarinchen in Ötisheim.

Was war geschehen? Der Ötisheimer Daniel Berger (Name von der Redaktion geändert) hatte ein Bild von seiner Hauskatze geknipst, um es per Whatsapp an eine Freundin weiterleiten zu können. Dies klappte reibungslos. Abends war er dann bei seinem Lieblingschinesen Mandarinchen zum Essen. Das Essen wurde dann fotografiert, da der junge Ötisheimer sein Essen gerne über Facebook mit seinen Freunden teilt. Bis dahin war noch alles in Ordnung.

Doch zu Hause angekommen nahm das Unheil seinen Lauf. Daniel Berger klickte das Bild auf seinem Smartphone an, klickte auf das Facebook-Symbol und kommentierte das Bild mit „Heute beim Chinesen in Ötisheim.“ Was er nicht bemerkte: Er hatte statt der Ente süß-sauer das Bild der Hauskatze hochgeladen. Viele Ötisheimer fanden das witzig und teilten das Bild in Facebook. Dort wurde dann irgendwann auch der Inhaber des Mandarinchens auf das Bild aufmerksam.

Daniel Berger hat nun Hausverbot und darf nicht mehr bei seinem Lieblingschinesen essen. Zudem droht ihm eine Anzeige wegen Rufmords, schließlich, so der Chef des Mandarinchens, waren „alle unsere Bemühungen hinsichtlich eines serösen Images nun für die Katz.“