Der Schweizer Generalstaatsanwalt Michael Lauber berichtet Zeit Online zu Folge davon, dass die Banken 53 Verdachtsfälle von Geldwäsche gemeldet haben. Zudem seien auch 104 verdächtige Bankverbindungen identifiziert worden.

Viele Menschen rund um den Globus fragen sich nun, ob das die Statistik für das 1. Halbjahr 2015 der FIFA-Korruption sei. Da es sich aber um die gesamten Ermittlungen für die WM Vergaben von 2018 und 2022 handelt, liegt die Vermutung nahe, dass die Schweizer mal wieder einem Klischee entsprechen: Sie sind zu langsam. Und sammeln damit zu wenige Daten.

„Da haben die Amerikaner ja mehr Leute verhaftet, als die Schweizer Verdachtsfälle identifiziert“ ist sicherlich keine sachgerechte Darstellung der Lage. Trotzdem scheinen die US-Ermittlungen viel schneller voranzugehen. Doch woran kann es liegen, dass die Amerikaner so viel effizienter ermitteln?

Möglicherweise kann es einfach die Einstellung sein. Wenn man sicher ist, irgendwo Massenvernichtungswaffen, äh Beweise, zu finden, dann findet man auch eher welche, als wenn man möglichst schweizerisch-neutral an die Sache herangehen möchte. Und wenn dann noch ein Diktator, Verzeihung, starker Mann an der Spitze, vorhanden ist, dann sind die US-Spürleute eben auch besonders motiviert.

Man darf also gespannt sein, ob Sepp Blatter wirklich irgendwann hinter Gittern oder in einem Erdloch, nein halt, einer Justizlücke Unterschlupf findet.