Die launische Diva vom Rhein ist seit langer Zeit ein Beiname des Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Zu diesem Namen war man gekommen, weil der hessische Verein oftmals große Schwankungen offenbarte, sowohl auf, als auch neben, dem Fußballplatz.

Offensichtlich strebt man nun am Main einen neuen Beinamen an. So verständlich das sein mag, ist es aber verwunderlich, dass man sich nun ausgerechnet für Flittchen als neuen Beinamen entschieden hat. Denn anders ist die Wiederverpflichtung von Armin Veh nicht zu verstehen.

Der gebürtige Augsburger hatte Eintracht Frankfurt erst vor einem Jahr verlassen, weil er dort zu wenig Geld zur Verwirklichung seiner Ziele erhalten hatte. Trotz des Erreichens der Europa League war der Ehrgeiz des ehemaligen Meistertrainers offenbar nicht gestillt. „Das sind nicht meine Ziele“ ließ er die Frankfurter Allgemeine Zeitung wissen, und verabschiedete sich nach Stuttgart.

Warum ein Trainer, der Geld ausgeben möchte, ausgerechnet zu den Erfindern des Sparens geht, wird genauso ungeklärt bleiben, wie die Frage, ob der Sinneswandel des Armin Veh durch eine Läuterung im Schwabenland zustande gekommen ist.

Noch unverständlicher ist allerdings, wieso Eintracht Frankfurt ihn nun wieder zurück nimmt. Das man auf den bisherigen Trainer nicht mehr Schaaf ist, mag seine Gründe haben, aber die Wiederverpflichtung von Armin Veh bleibt eines der ungeklärten Rätsel.

Wenn Armin Veh den Verein wieder in die Europa League führen sollte, darf man der Eintracht wenigstens zu Gute halten, kein billiges Flittchen zu sein. Allein für das Erreichen der Gruppenphase gibt es 1,3 Millionen Euro, holt man den Titel kann man sogar auf 10 Millionen Euro an Preisgeldern und Prämien kommen.

Danielsstachel wünscht eine sachliche Diskussion seiner Leser, ob es nun erstrebenswerter ist, ein teures Flittchen oder eine Diva zu sein.