Rund zwei Monate ist es her, da musste sich Kölns Stürmerstar Anthony Ujah öffentlich beim Maskottchen des heimischen FC entschuldigen. Im Eifer des Torjubels hatte der Angreifer den Geißbock kurz an den Hörnern gepackt. Für Tierschützer ein Unding.

Solches Konfliktpotenzial wird es ab der kommenden Saison nicht mehr geben. Werder Bremen hat den Spieler zur kommenden Saison verpflichtet. Ein Wechsel, der aus mehreren Gründen Sinn ergibt. Zum Einen können die Bremer die Lücke in den Angriffsreihen schließen, die durch den angekündigten Wechsel von Davie Selke zu RB Leipzig aufgegangen war. Zum anderen können die Bremer ein Imageproblem verbessern.

Denn bereits 2012 hatten die Tierschützer Grund zur Klage: Werder Bremen stellte Wiesenhof als neuen Sponsor vor. Das Unternehmen, das wegen Tierquälerei und Massentierhaltung Dauerthema in den Medien war und ist.

„Wir sind froh, dass wir durch den Transfer von Ujah den Kölner Bock nun quasi unter unseren eigenen Schutz gestellt haben. Damit dürfte ein für alle mal klar sein: Werder Bremen tritt für die Rechte der Tiere ein. Dass Ujah auch noch Tore schießen kann, ist ein netter Synergieeffekt“ hieß es aus dem Bremer Umfeld.