Der Bundestag hat in Deutschland eine Frauenquote u.a. für börsennotierte Großunternehmen eingeführt. Mindestens 30 Prozent der Aufsichtsratmitglieder müssen fortan Frauen sein. Doch Frauenrechtlerinnen sind damit noch nicht zufrieden und fordern eine solche Frauenquote auch für die katholische Kirche.

Ursprünglich wurde eine solche Quote für das höchste Amt der Katholiken, dem Heiligen Stuhl, gefordert, doch wegen Schwierigkeiten in der praktischen Umsetzung recht schnell wieder verworfen. Deswegen gibt es seit Kurzem eine neue Forderung: 30 Prozent der Kardinäle sollen künftig Frauen sein.

Grundsätzlich stand man zu Beginn in Kirchenkreisen dieser Forderung recht offen gegenüber. Der Reiz, mit einer solchen Neuerung das ramponierte Image aufpolieren zu können, muss offenbar recht groß sein. Zudem vermutete man zuerst keine großen Nachteile. Immerhin wären ja noch 70 Prozent der Kardinäle Männer und könnten in einem Konklave künftig weiter verhindern, dass irgendwann eine Frau Bischöfin von Rom wird. Damit habe man in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht, ließ ein Vatikan-Insider durchblicken.

Unerwarteten Widerstand gab es dann von Schwulenrechtlern. Diese sind vehement gegen die Einführung der Frauenquote in der katholischen Kirche. Schließlich sei es doch allgemein bekannt, dass mindestens 75 Prozent der Kardinale homosexuell sind. Durch die Einführung der Frauenquote würden dann also einige schwule Kardinäle ihren Posten verlieren. Dies sei nicht akzeptabel.

Danielsstachel ist gespannt, ob sich Papst Franziskus zu diesem Thema äußern wird.