Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender haben die Zahlen zum neuen Rundfunkbeitrag nun endlich offengelegt: Zwischen 2013 und 2016 werden 1,5 Milliarden Euro mehr an Einnahmen generiert. Es hat sich offensichtlich gelohnt die alte Rundfunkgebührenordnung zu modifizieren. Der geräteunabhängige Rundfunkbeitrag ist ein voller Erfolg.

Somit dürften wir nun endlich die Beitragsgerechtigkeit haben, die von ARD, ZDF und Deutschlandradio angestrebt wurde. Der Lohn für uns Bürger: Bis zum Jahr 2020 sind keine weiteren Erhöhungen des Rundfunkbeitrags geplant! Für dieses großartige Ergebnis darf sich aber nicht nur der berühmte Otto Normalbürger auf die nicht weniger berühmte Schulter klopfen. Die wahre Gerechtigkeit des Rundfunkbeitrags zeigt sich nämlich auch daran, dass die sozial schwächer gestellten Menschen ihren fairen Anteil daran haben.

So müssen z.B. Schwerbehinderte einen ermäßigten Beitrag von 5,99 Euro zahlen, wenn sie die folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Blinde oder stark Sehbehinderte mit einem Grad der Behinderung von mindestens 60 allein wegen der Sehbehinderung.
  • Gehörlose oder Hörgeschädigte, die sich auch mit Hörhilfen über das Gehör nicht ausreichend verständigen können.
  • Schwerbehinderte mit einem Grad der Behinderung von mindestens 80, die nicht an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen können.

Aber auch unsere Senioren dürfen ihren Teil zur Gerechtigkeit in unserem Staat beisteuern, zumindest wenn ihr Altersheim keinen eingerichteten Pflegebereich ausweisen kann. Enttäuscht werden aber weiter Taubblinde, sie zahlen den Beitrag nicht.