War der Rücktritt von Andreas Kümmert wirklich so spontan, wie es uns Zuschauern verkauft wurde? Bisher war man davon ausgegangen, dass alle völlig überrumpelt waren, als der Sieger der Casting-Show The Voice of Germany seinen Rückzug übermittelte. Doch eine genaue Betrachtung des Abends lässt den Schluss zu: Barbara Schöneberger wusste vorher Bescheid!

Weißer Rauch war in Hannover aufgestiegen: Habemus candidatus! Andreas Kümmert hatte den deutschen Vorentscheid gewonnen und sich das Recht erarbeitet, Deutschland beim Eurovision Song Contest (ESC) in Österreich zu vertreten. Doch aus der Freude wurde schnell ein Eklat: Andreas lehnte ab! Die Stimmung verfärbte sich ähnlich schnell wie der weiße Rauch: Ann Sophie fährt mit dem Song „Black Smoke“ am 23. Mai für Deutschland nach Wien.

Angeblich hatte keiner mit dieser Entscheidung gerechnet, doch wenn man den Abend genauer unter die Lupe nimmt, wusste eine Person schon vorab Bescheid: Barbara Schöneberger! Oftmals hatte man sich im Laufe des Abends gefragt, wieso sie in dieser Häufigkeit auf den gesundheitlichen Zustand Kümmerts hingewiesen hatte („40 Grad Fieber“). Dies war wohl eine gezielte Vorbereitung, um dem eigentlichen Sieger die Verkündigung der unheilvollen Botschaft zu erleichtern. Anders lässt es sich nicht erklären, dass sie den Sieger mit den folgenden Worten zum wiederholten Singen seines Siegertitels aufforderte „Bist Du bereit, Deinen Song noch einmal für uns zu performen?“

Doch bereits vorher leistete sich gebürtige Münchnerin den entscheidenden Versprecher. Kurz bevor sie sich mit den bereits geschilderten Worten an Andreas Kümmert wanderte, ließ sie das Publikum für die zweitplazierte Ann Sophie applaudieren. Und sprach den Satz: „Und hier an zweiter Stelle zu stehen ist der größte Erfolg.“ Wie anders kann dieser Satz verstanden werden, als dass sie hier schon Bescheid wusste, was wir Zuschauer noch erfahren sollten?

Für danielsstachel war Barbara Schöneberger jedenfalls nicht für eine Stellungnahme zu erreichen!