Eigentlich sollte es ein schöner Fußball-Abend für den Führer werden, schließlich stand die Champions League auf dem Spielplan, der Wettbewerb, in dem sich die Speerspitzen des deutschen Fußballs mit den besten Mannschaften der europäischen Konkurrenz messen. Durchaus erfolgreich, unvergessen ist für AH z.B. das rein deutsche Champions League Finale in London. Und auch in diesem Jahr hat der deutsche Fußball noch vier Vertreter im laufenden Wettbewerb.

Doch bereits während der ersten Werbeunterbrechung nahm der Abend eine unerwartete Wendung. Wutentbrannt saß Adolf plötzlich vor dem Fernseher und schimpfte auf UEFA und auch auf einige seiner fußballspielenden Landsleute. Was war passiert? Es wurde ein Werbesport der UEFA gezeigt, der zur „Nein zum Rassismus“ Kampagne des europäischen Fußballverbands gehörte. Im Rahmen des FARE-Netzwerkes arbeiten viele Gruppen und Verbände gemeinsam gegen Intoleranz und Diskriminierung. Die UEFA hat sich dem bereits im Jahr 2001 durch Unterzeichnung eines förmlichen Vertrags angeschlossen. Im Laufe der Jahre haben sich nun auch viele Spieler, Trainer und Funktionäre aus dem internationalen Fußballgeschehen der Aktion angeschlossen. Darunter befinden sich auch einige Menschen deutscher Abstammung, die auch in jenem besagten Werbespot zu sehen waren.

Dies wiederum stoß dem Führer sauer auf. Sofort reichte er beim europäischen Gerichtshof eine Klage wegen Volksverhetzung und Beschränkung der Meinungsfreiheit ein. Schließlich könne jeder im Deutschen Land die Meinung Adolf Hitlers frei äußern, auch wenn sich diese nicht mit den Ansichten der UEFA decken sollte. Auch könne es nicht angehen, dass Deutschstämmige zur Propaganda dieser Aktion herangezogen werden. Dies sei absolut intolerabel und müsse durch den europäischen Gerichtshof auch bestätigt werden.

Auch im Bundeskanzleramt wurde Adolf Hitler vorstellig. Er beantragte, bis zur Entscheidung des zuständigen Gerichts die deutschen Gelder für die Griechenlandhilfe zurückzuhalten. Schließlich könne Deutschland nur den europäischen Ländern helfen, wenn diese sich an die Deutsche Leitkultur hielten. Man darf gespannt sein, wie dieser Antrag in Berlin aufgenommen wird. Bedauerlicherweise war Angela Merkel bezüglich einer Stellungnahme nicht für danielsstachel erreichbar.