Was höre ich Sie sagen? An Homöopathie, Reiki und dergleichen glauben Sie nicht, weil es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt? Danielsstachel sagt: Da haben Sie vollkommen recht!

Lassen Sie sich nichts anderes einreden: Was nicht wissenschaftlich bewiesen ist, wirkt nicht. Basta. Diskussion Ende. Falls Sie doch mal in die Verlegenheit kommen sollten, argumentieren zu müssen, dann bringen Sie einfach die Akupunktur als Beispiel an.

Die erste Akupunkturbehandlung wurde in Europa 1810 von Louis Berlioz durchgeführt. Richtig, das war der Vater des berühmten Komponisten Hector. Seine Eltern sucht man sich eben nicht aus. Fortan wurden unzählige Akupunkturnadeln in bemitleidenswerte Patienten gesteckt – völlig erfolglos.

Denn erst im Jahre 2007 hat eine deutsche Studie bewiesen, dass Akupunktur tatsächlich Schmerzen in Rücken und Knie lindert und Migräne vorbeugen kann. Somit ist eines ganz klar festzuhalten:

197 Jahre lang war die Akupunktur völlig wirkungslos.

In diesen fast zwei Jahrhunderten war es sinnvoller, Medikamente mit zum Teil schweren Nebenwirkungen zu sich zu nehmen, anstatt auf die nebenwirkungsfreie – äh Verzeihung- wirkungslose Akupunktur zurückzugreifen.

Deswegen ist es ratsam auch künftig immer auf den wissenschaftlichen Beweis zu warten. Und das gilt auch, wenn eine dieser alternativen Heilmethoden mal bei einem ihrer Bekannten oder Verwandten Erfolg zeigen sollte. Denn wir dürfen nicht sagen: Wer heilt hat recht.

In diesem Fall würden wir nämlich auf den Placebo-Effekt reinfallen und nur geheilt werden, weil wir dran glauben. Und wir sind uns doch sicher einig, dass wir lieber von den Pharmakonzernen geheilt werden wollen als durch unseren eigenen Glauben an uns selbst.

Abschließend bleibt nur noch ein Dankeschön an alle Wissenschaftler die auf der Erdscheibe – äh Verzeihung Erdkugel – für unsere Gesundheit arbeiten.

Bild: WolfBlur