Bereits im ersten Artikel dieser Serie hatte ich darauf hingewiesen, dass es Krankheiten gibt, die erstrebenswert sind.  Aus nicht vorhandenem Leser-Feedback weiß ich, dass viele Menschen sich bei der Lektüre gewünscht hatten Hypochonder zu sein, um die Vorteile des Sporadischen Tourette-Syndroms nutzen zu können.

Aber Danielsstachel wäre nicht der Leserfreundlichste der 1 Blogs die ich schreibe, wenn er nicht mit einer Lösung für dieses Problem aufwarten würde. Deswegen zaubere ich heute die Argumentative Hypochondrie aus dem Hut. Diese Krankheit haben Sie niemals wirklich, können mit ihr aber sehr gut argumentieren. Wie der Name eben schon sagt.

Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Sie müssen einfach nur erklären, Hypochonder zu sein. Damit bringen Sie Ihren Gesprächspartner in eine ausweglose Situation, egal wie er auf Ihre Behauptung reagiert. Sie haben dann auch die Möglichkeit gleich andere erstrebenswerte Krankheiten in die Kommunikation zu integrieren. Ich stelle Ihnen das nun anhand von zwei Dialogen vor:

 

Fallbeispiel: Hypochondrie wird nicht vom Gesprächsparter anerkannt

Hypochonder: Ich bin Hypochonder.

Gesprächspartner: Nein, das bist Du nicht.

Hypochonder: Das ist es ja, ich bin es nicht, aber ich bilde mir ein es zu sein. Das macht mich ja zum Hypochonder.

Gesprächspartner: Das klingt logisch.

Hypochonder: Eben. Und das Sporadische Tourette-Syndrom habe ich auch Du Miststück.

 

Fallbeispiel: Hypochondrie wird vom Gesprächspartner anerkannt

Hypochonder: Ich bin Hypochonder.

Gesprächspartner: Och Du Armer. Wie zeigt sich das denn?

Hypochonder: Im Sporadischen Tourette-Syndrom Du minderwertiges Stück Abfall.

 

Schlussbemerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde von einem Hypochonder geschrieben. Und wer das liest ist doof.

 

Bild: Erika Wittlieb