In New York dürfen Sexualstraftäter auf Bewährung gemäß Erlass des Gouverneurs nicht mehr Pokemon Go spielen. Grund: In diesem Spiel kann man gegen eine Gebühr sogenannte Lures platzieren, die dann u.a. Kinder anlocken könnten.

So, liebe New Yorker, fangen wir mal ganz am Anfang an. Sexualstraftäter gehören ins Gefängnis. Denn wenn sie dort gut bewacht einsitzen, können sie keine weiteren Sexualdelikte begehen. Zwischenfazit: Ihr macht das ganz toll.

In vielen Ländern gibt es die Möglichkeit, dass die Menschen früher aus dem Zuchthaus entlassen werden, wenn man ernsthaft glaubt, dass sie die Straftaten nicht wiederholen werden. Das nennt man Bewährung.

Jetzt wird es kompliziert, also gut aufpassen. Wenn Ihr davon ausgeht, dass der aus dem Gefängnis zu entlassende Mensch bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit wieder eine solche Tat ausüben wird, dann fällt die einen Absatz vorher genannte Bedingung für eine Bewährung weg. Das bedeutet konkret, dass der Mensch dann im Gefängnis bleiben muss.

Denn eines ist klar: Kinder können auch auf anderen Wegen von solchen Menschen erreicht werden. Schließlich sind die Leute ja auch schon vor Pokemon Go wegen solcher Vergehen überhaupt erst ins Gefängnis gekommen. Klingt logisch, oder?

Sexualstraftäter mit Gefährdungspotential für weitere Übergriffe dürfen also weiterhin Pokemon Go spielen. Im Gefängnis. Dann sind die Kinder auch wirklich sicher. Indianerehrenwort.

Bild: stux