Völlig überraschend ist die für morgen geplante Abstimmung über den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union abgesagt worden. Die Briten bleiben uns erhalten. Ausschlaggebend war kurioserweise ein Argument der Brexit-Befürworter: Die Zuwanderung.

Seit mehreren Monaten argumentieren die EU-Gegner vor allem mit der Zuwanderung. Ohne EU gäbe es keine Verpflichtung mehr, Zuwanderer in Britannien aufzunehmen. Mir san mir und bleiben unter uns. So die Theorie.

Doch die Praxis sieht ganz anders aus. Der mächtige Verband leidgeplagter britischer Esser (VlbE) hat nun von seinem Veto-Recht Gebrauch gemacht und die Brexit-Abstimmung gekippt. „Wir brauchen eine große Zuwanderung, sonst essen wir noch in 100 Jahren den gleichen Fraß“ begründete der VlbE-Chef heute die Entscheidung seines Verbands.

Schon allein das Büffet der Pressekonferenz, auf der diese Entscheidung verkündet wurde, bestätigt den Verband in seiner Entscheidung. Es gab die Auswahl zwischen den folgenden 3 Gerichten: Fisch mit Pommes, Lammfleisch in Minzsoße und Haggis. Für alle die das letzte Gericht nicht kennen sollten eine kurze Erläuterung: Haggis ist ein Schafsmagen, der u.a. mit Herz, Leber, Zunge und Nierenfett vom Schwein gefüllt wird. Nicht nur der VlbE ist not amused.

Bereits in den vergangenen Jahren gab es Versuche die britische Küche etwas aufzupeppen. Führende Köche der Insel wurden zur Nachbarinsel Island geschickt, um von dort neue Impulse mitzubringen. Am Ende wurden schwarz geräucherter Schafskopf, fermentierter Hai und in Molke eingelegte Hammelhoden serviert, aber der britische Esser fand an den neuen Speisen keinen Gefallen. Am häufigsten bemängelt wurde, dass die Speisen irgendwie gar nicht zu Minzsoße passen würden.

Nun sollen also die Zuwanderer die britische Küche bereichern. Einen entsprechenden Antrag hat das englische Oberhaus bereits an die EU gestellt. Es sollen besonders viele Franzosen aufgenommen werden, da die französische Küche selbst auf der Insel einen hervorragenden Leumund besitzt. Die Franzosen haben auch bereits reagiert und eine Delegation auf den Weg geschickt. Diese besteht aus Christian Clavier und Gerard Depardieu.

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