Die schlimmste Krankheit ist nichts wert“ spricht der Volksmund. Doch das ist nicht ganz wahr, wie diese Artikelserie zeigen wird. Manche Leiden sind sogar regelrecht erstrebenswert, so dass es verwundert, dass Hypochonder sich diese Krankheiten nicht einbilden.

Stattdessen bilden sich die Deutschen Lebensmittelunverträglichkeiten ein, die außer unsinnigen Verzichten auf schmackhafte Lebensmittel gar nichts einbringen. Sehr beliebt bei eingebildeten Krankheiten sind neuerdings auch Filzläuse.

Danielsstachel nennt ab sofort in unregelmäßigen Abständen erstrebenswerte Krankheiten für Hypochonder und solche die es werden wollen. Da der Redakteur dies als Bildungsauftrag versteht, werden zusätzlich die Vorteile der jeweiligen Krankheiten genannt.

Den Anfang macht das Sporadische Tourette-Syndrom. Im Gegensatz zum herkömmlichen Tourette-Syndrom können Patienten hier genau wählen, wann die Symptome der Krankheit auftreten. So wird es dann möglich sein, alle Dinge zu sagen, die man sich sonst immer verkneifen muss. Ein Blick auf die Anwendungsgebiete zeigt deutlich auf, welch mächtiges Instrument den Menschen damit vorliegt:

– Gespräche mit dem Vorgesetzten
– Gespräche mit dem Partner/der Partnerin
– Straßenverkehr
– Fußballspiele
Helene Fischer Konzerte
Der Vollständigkeit halber muss erwähnt werden, dass die neue Krankheit noch nicht sonderlich bekannt ist. Somit wird am Anfang etwas Überzeugungsarbeit geleistet werden müssen, die langfristig aber mit Sicherheit Früchte tragen wird. Danielsstachel regt an, diesen Artikel kräftig weiterzuempfehlen, damit die Verbreitung dieser erstrebenswerten Krankheit rasch vonstattengeht.

 

Bild: Erika Wittlieb