Es hatte alles mit dem Besuch eines Bauernhofes angefangen. Veganer hatten dort ein älteres Hausschwein beobachtet, wie es eine Mahlzeit zu sich nahm. Zum großen Entsetzen der Besucher verzehrte das Schwein wahllos alles, was es zur Verfügung gestellt bekommen hatte. Der Gipfel: Sogar Schweinefleisch wurde durch den Nimmersatt verzehrt.

Die Veganer reagierten entsetzt. Der Verzehr von Fleisch ist für diese Menschen ein absolutes Tabu. Insbesondere Schweinefleisch steht auf dem Index, neben moralischen gibt es hier vor allem auch gesundheitliche Bedenken. Somit war klar, dass hier etwas unternommen werden musste.

Ein Plan war schnell gefasst: Die Nachfolgegeneration des Hausschweines wurde zur Zielgruppe erklärt, um die kommende Generation von Schweinen entsprechend prägen zu können. Außerdem wurde beschlossen zu einer möglichst drastischen Maßnahme zu greifen. Dies sei notwendig gewesen, weil das essende Hausschwein des Bauernhof-Besuchs eine sehr tief sitzende Begeisterung für die verzehrten Speisen offenbart hatte.

Zur Abschreckung wurde also ein kleines Ferkel auserkoren und, man muss sicher kurz schlucken ob der drastischen Mittel zu denen gegriffen wurde, in eine Schlachterei geführt. Dort sollte dem Kleinen gezeigt werden, wie die Fleischindustrie mit den Tieren umgeht. Das Ferkel sollte lernen, dass es nicht in Ordnung ist durch den Konsum von Fleisch diese Vorgänge zu rechtfertigen.

In einem unachtsamen Moment der veganen Ferkelbetreuergruppe geschah das Schockierende. Der Schlachter schnappte sich das kleine Ferkel, davon ausgehend, dass es zu seiner Arbeit gehöre. Was dann geschah, kann sich der Leser denken. Einzelheiten sollen den empfindsamen Gemütern der Leser dieses Blogs nicht zugemutet werden.

Der Schock sitzt bei den Veganern nun tief, vor allem auch, weil sie nun aus dem regionalen Veganerbund ausgeschlossen wurden. Der Veganerbund verzichtet aber auf eine Schadensersatzklage wegen Rufschädigung. Damit haben die Veganer nochmal Schwein gehabt.