Der Bau des Stuttgarter Tiefbahnhofs beschäftigt schon seit Jahren eine Vielzahl an Menschen. Befürworter, Gegner, Polizisten, Politiker, die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Derzeit wird über die Rolle von Bundeskanzlerin Merkel diskutiert, bei der Entscheidung des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn über die Genehmigung des Weiterbaus trotz einer zu erwarteten Kostenexplosion. In den Jahren 2012 und 2013 wurden verschiedene Gespräche von Angie dokumentiert, in denen es um den Kostenanstieg von 2 Milliarden Euro ging.

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, habe es beispielsweise am 1. Feburar 2013 ein Gespräch mit Winfried Kretschmann gegeben. Der Rechtsanwalt Eisenhart von Loeper wollte ein lückenloses Gesprächsprotokoll zur Verfügung gestellt bekommen und pochte auf das Umweltinformations- und das Informationsfreiheitsgesetz. Auch ein Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin wurde nicht gescheut, um das ehrgeizige Ziel zu erreichen.

Bekommen hat der Mann dann auch was er wollte. Aber nur 75 Prozent des Dokuments waren lesbar, die anderen 25 Prozent waren geschwärzt, unlesbar gemacht. Als erstes witterte man hier eine Verschleierung einer Einflussnahme von Angela Merkel, aber das Kanzleramt konnte schnell Entwarnung geben. Geschwärzt worden sein nur verschiedene Sätze, die sich so oft wiederholten, dass sie sich am Ende eben auf ein Viertel des gesamten Gesprächsprotokolls summierten. Es handelte sich dabei um die folgenden 3 Sätze:

  1. Es ist völlig alternativlos
  2. Und deswegen sage ich in vollem Bewusstsein
  3. Wir müssen in dieser Angelegenheit ein geschlossenes Bild abgeben

Ein Eilantrag der SPD, diese Schwärzung auf künftige Regierungserklärungen anzuwenden, wurde von Bundestagspräsident Norbert Lammert unbestätigten Gerüchten zu Folge abgelehnt. Es sei für diesen Fall zu befürchten, dass die Wähler sich zu sehr auf die Argumente von Frau Merkel konzentrieren könnten.