Landaus, landein leistet die Polizei einen Großeinsatz nach dem Anderen. Bei Fußballspielen für Ruhe und Sicherheit zu sorgen ist längst schon grauer Alltag für die Beamten, auch andere Veranstaltungen wie Konzerte sind kein Problem für unsere gut ausgebildeten Staatsdiener. Spätestens seit der Gegenbewegung zum Bau des Stuttgarter Tiefbahnhofs sollte unsere Exekutive auch auf Demonstrationen bestens vorbereitet sein. Doch in Leipzig hat die Polizei nun angekündigt, die für heute geplante Demonstration der „Legida“ Gruppe nicht absichern zu können.

Es darf stark angezweifelt werden, dass die Polizei nicht in der Lage sein sollte diese Veranstaltung ordnungsgemäß abzusichern. Vielmehr bereiten sich die Ordnungshüter auf eine spontan anberaumte andere Demonstration zu, die schlicht und einfach viel mehr Sympathien als Legida hat!

In Sachen und Thüringen hat sich jetzt eine Geheimorganisation mit dem Namen Bedegebale gegründet. Bedegebale steht für „Besorgte Deutsche gegen die bayrische Leitkultur!“, wie danielsstachel exklusiv erfahren hat. Bis jetzt sind nämlich gerade im Osten der Republik die Nachwirkungen des umstrittenen CSU-Leitantrags zu spüren. Die CSU hatte ja gefordert, dass „wer dauerhaft hier leben“ wolle, dazu angehalten werden solle „im öffentlichen Raum und in der Familie deutsch zu sprechen.“ Weiter hieß es dort: „Die Menschen kommen zu uns, weil sie sich mit unseren bayrischen Werten identifizieren. Das erwarten wir auch.“

In Sachsen fragt man sich seither: Wo kommen wir denn da hin, wenn zu Hause in den Familien das gesprochen werden soll, was die Bayern unter deutsch verstehen? Sehr stolz sind die Sachsen auf ihren Dialekt, der z.B. auch in Sachsen-Anhalt gesprochen wird. Dort, wo Luther geboren wurde, dessen große Verdienste um die Deutsche Sprache an dieser Stelle mit Sicherheit nicht erwähnt werden müssen. Bereits 1617 wurde die erste Sprachgesellschaft in Köthen (Anhalt) gegründet, die Straße der Deutschen Sprache befindet sich ebenfalls in der Region.

Während die Sachsen sprachkulturelle Vorbehalte entwickelt haben, geht es im benachbarten Thüringen um kulinarische Belange. Thüringen ist in ganz Deutschland für zwei besondere kulinarische Exportschlager bekannt und beliebt: Für die Thüringer Bratwürste und die Thüringer Klöße! Zweitere werden traditionell aus 2/3 rohen geriebenen und 1/3 zerkochten Kartoffeln hergestellt. Andere Klöße kommen in Thüringen nicht in den Topf, ebenso wenig wie eine bayrische Weißwurst den Weg in eine ordentliche Thüringer Stube finden würde. Dort gibt es eben keine Brühwürste mit süßem Senf, sondern ordentliche Rostbratwürste vom Grill. Mit bayrischen Werten kann man sich also wohl doch nicht überall in Deutschland identifizieren.